Arbeitsgemeinschaft Theorie (T-AG)
Artikel
Aktuelle Literatur 2/2009 Drucken E-Mail
(zusammengestellt von Kerstin P. Hofmann und
Sabine Reinhold, Berlin)
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Rational Choice in der Archäologie Drucken E-Mail

Die „harte“ Version,
die „weiche“ Version und das Problem der Brückenannahmen

Erwiderung auf eine Rezension von Martin Hinz im Rundbrief der Arbeitsgemeinschaft Theorie in der Archäologie

von Knut Petzold

Äußerst positiv überrascht durfte ich vor einiger Zeit zur Kenntnis nehmen, dass über drei Jahre nach deren Entstehung und eineinhalb Jahre nach ihrer Publikation meine interdisziplinär-theoretischen Überlegungen zur Erklärung archäologischer Phänomene (Petzold 2007) freundlicher Weise durch Martin Hinz im Rundbrief der Arbeitsgemeinschaft Theorie besprochen worden sind (Hinz 2008 ).

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Still too many chiefs? Drucken E-Mail
Bericht zur Tagung "Beyond Elites. Alternatives to Hierarchical Systems in Modelling Social Formations" in Bochum von 22.–24. Oktober 2009
von Stefan Schreiber und Peter Sturm
 
Die archäologische Forschung produziert jedes Jahr Bibliotheksmeter um Bibliotheksmeter an Fachliteratur über Eliten und deren Repräsentationsformen in vergangenen Gesellschaften. Ausstellungen wie „Inkagold“, „Königsgräber der Skythen“ oder „Gold der Steppe“ werden nicht zuletzt durch ihren Bezug zu „großen Männern“ und ihren oft eindrucksvollen materiellen Hinterlassenschaften zu Publikumsmagneten. Doch auch die nüchterne Analyse von Gesellschaftsstrukturen scheint ohne Eliten nicht auszukommen, wie die beharrliche Rede von „Fürstensitzen“ und „Königsgräbern“ und die permanente Suche nach „Statussymbolen“ und „Prestigegütern“ eindrucksvoll beweisen.
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"Odin statt Jesus!" Drucken E-Mail

»Odin statt Jesus!«

Europäische Ur- und Frühgeschichte als Fundgrube für religiöse Mythen neugermanischen Heidentums?

von Doreen Mölders und Ralf Hoppadietz

Jedes Jahr zu Pfingsten findet in Leipzig das „europaweit größte Wave-Gothik Treffen“ statt, bei dem 15 000 bis 20 000 „Gothik-Fans“ die über das gesamte Stadtgebiete verteilten Veranstaltungen besuchen. Angelockt werden sie vor allem von den zahlreichen Konzerten verschiedenster Stilrichtungen wie Neo-Folk, Black-Metal, Electronic Body Music (EBM) usw. Des Weiteren gibt es zahlreiche Stände mit entsprechender Kleidung und Accessoires für das oft Detail verliebte Outfit der TeilnehmerInnen, und sogar die großen Einkaufsketten wie Karstadt und Galeria Kaufhof lassen es sich nicht nehmen, ihren Eingangsbereich mit allem, was schwarz ist, zu füllen. Bezeichnend ist zudem das so genannte „heidnische Dorf“, in dem Personen in hemdartigen Wämsern und wollenen Umhängen für die Dauer des Festivals wohnen und mit schweren, selbst gefertigten Hämmern, Doppeläxten und Schwertern „alte“ Handwerks- und Kampftechniken vorführen und so einer breiteren Öffentlichkeit näher bringen wollen.


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